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BACH | GERSHWIN | GULDA

DARMSTÄDTER ECHO
Heinz Zietsch

 

Wie aus dem Handgelenk: “Mit Bach kann man sich gar nicht oft genug beschäftigen”, hat der jetzt an der Hamburger Musikhochschule lehrende Pianist Grigory Gruzman, der zuvor an der Darmstädter Akademie für Tonkunst unterrichtete, in einem Gespräch gesagt. Seine neueste CD mit Klavierwerken von Bach, Gershwin und Gulda eröffnet er mit Bachs Französischer Suite Nr. 5 G-Dur (BWV 816).

Er spielt federnd leicht und dennoch pointiert. Wie aus dem Ärmel geschüttelt kommen die Töne des Pianos daher. Vielleicht haben auch die anderen Stücke auf dieser Scheibe (organo phon 90126) abgefärbt: Gershwins drei Preludes und Friedrich Guldas fantastisch-jazzige Klavieretüden “Play Piano Play”, die der Pianist so angeht, als würde er improvisieren und mit seinen Händen über die Tasten schlendern.

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CHOPIN ÉTUDES OP. 10 & OP. 25

FRANKFURTER RUNDSCHAU
Michael Neuner

 

Grigory Gruzman, Pianist des Schostakowitsch, hat jetzt eine hinreißende Aufnahme von Chopins Etüden op. 10 und 25 vorgelegt. Gruzman, der zunehmend wieder auf solistischen Pfaden wandelt, profitiert augenscheinlich von der kammermusikalischen Erfahrung: Er hat einen Blick dafür, Nebenlinien nicht mit dem vermeintlich Wichtigen zu opfern, und kommt zu 24 Charakterstudien, in denen der (zumeist) virtuose Schwung nicht das musikalische Moment erschlägt; auch hier gibt es Neues zu entdecken.

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